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BuchTIPPS: erLESENes & HÖRENswertes

Der Pate von Francis Ford Coppola wurde im März 1972 aufgeführt. Am 24. März gibt es endlich eine restaurierte Edition

Der Pate (Originaltitel: The Godfather) ist ein US-amerikanischer Mafiafilm aus dem Jahr 1972 von Francis Ford Coppola, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Mario Puzo, der gemeinsam mit Coppola auch das Drehbuch verfasste.

Der Film mit Marlon Brando und Al Pacino in den Hauptrollen war für elf Oscars nominiert, von denen er drei gewann. Der Pate war an den Kinokassen ein herausragender Erfolg und zählt zu den künstlerisch bedeutendsten Werken der Filmgeschichte.

Die Fortsetzungen Der Pate – Teil II und Der Pate III erzählen die Geschichte weiter und thematisieren in Rückblenden auch die Vorgeschichte der Corleones.

Handlung

Die Handlung setzt im Jahr 1945 ein: Don Vito Corleone, einer der mächtigsten Mafiabosse von New York City und Oberhaupt einer der „Fünf Familien“, richtet zur Hochzeit seiner Tochter Connie ein opulentes Fest mit Hunderten von Gästen aus.

Während diese im Garten tanzen, empfängt er im Hinterzimmer Freunde der „Familie“, die ihm anlässlich der Hochzeit ihre Aufwartung machen und teilweise die Gelegenheit nutzen, ihn um verschiedene Gefälligkeiten zu bitten, bei denen es meist um Rache oder Erpressung geht.

Dank seiner zahlreichen Beziehungen kann Don Vito seinen Freunden jede Bitte erfüllen und schreckt auch vor Grausamkeiten nicht zurück. Beispielsweise erzwingt Don Vitos Anwalt und Ziehsohn Tom Hagen beim Filmproduzenten Woltz eine Hauptrolle für Don Vitos Patensohn Johnny Fontane, indem er dem widerspenstigen Woltz nachts den abgetrennten Kopf seines Lieblingspferdes unter der Decke seines Betts platzieren lässt, während dieser darin schläft.

Mit dem Zweiten Weltkrieg hat sich der Drogenhandel zu einem attraktiven Geschäftszweig entwickelt, und der skrupellose Mafioso Virgil Sollozzo, genannt „Der Türke“, macht den Corleones den Vorschlag, gemeinsam mit ihm den Heroinhandel in New York zu organisieren.

Don Vito lehnt dieses ihm zu schmutzige Geschäft ab, da es ihm nicht nur unmoralisch, sondern vor allem zu riskant erscheint. Infolge seiner Weigerung, seine exzellenten Kontakte zu Politik und Wirtschaft mit den anderen Bossen zu Gunsten des Rauschgifthandels zu teilen, wird ein Mordanschlag auf ihn verübt:

Die Killer des abgewiesenen Sollozzo, der mit der Tattaglia-Familie verbündet ist, schießen ihn auf offener Straße nieder. Vito, dessen ungeschickter Sohn Fredo ihn nicht beschützen konnte, überlebt schwer verletzt. Kurz zuvor wird sein wichtigster Helfer Luca Brasi ermordet.

Während Don Vito sich nur langsam erholt, startet sein ältester Sohn Santino „Sonny“ Corleone einen Rachefeldzug gegen die Tattaglias. Michael, Vitos jüngster Sohn, ein Weltkriegs-Veteran, der den Mafia-Aktivitäten eigentlich fern steht und gehofft hatte, niemals in kriminelle Tätigkeiten verwickelt zu werden, rettet seinen Vater derweil spontan vor einem weiteren Mordanschlag.

Als der unangreifbare Sollozzo ein Treffen mit Michael vorschlägt, entscheidet sich dieser, für seine Familie zum Mörder zu werden, und erschießt Sollozzo und den korrupten Polizeicaptain McCluskey.

Michael flieht anschließend nach Sizilien und heiratet in dem Dorf Corleone die junge, naive Apollonia, obwohl zu Hause in New York seine US-amerikanische Freundin Kay auf ihn wartet. Don Vito ist inzwischen genesen, hat aber Mühe, seine Macht gegen die anderen Mafia-Familien zu behaupten.

Er möchte Frieden schließen, doch die anderen nehmen es ihm weiterhin übel, dass er sie nicht beim Drogenhandel unterstützt. Der jähzornige Sonny wird nun durch den Verrat seines Schwagers Carlo in einen Hinterhalt gelockt und erschossen.

Auch Michaels Versteck auf Sizilien wird verraten, eine ihm zugedachte Autobombe tötet Apollonia. Jetzt schließt Don Vito Frieden mit Don Tattaglia, wobei er bei dieser Gelegenheit erkennt, dass in Wahrheit der mächtige Pate Don Barzini von Anfang an sein eigentlicher Feind war. Michael kehrt nach New York zurück und übernimmt faktisch die Geschäfte.

Nachdem Don Vito an einem Herzinfarkt gestorben ist, holt Michael zum Rundumschlag gegen die Feinde der Familie aus. Er lässt gleichzeitig sämtliche Oberhäupter der konkurrierenden vier Mafia-Familien ermorden, darunter Barzini, und verschont auch abtrünnig gewordene Mitglieder seiner eigenen Familie nicht, wie Carlo und einen seiner Capos, Tessio, der ihn im Auftrag Barzinis in eine Falle locken sollte.

Als seine Schwester Connie ihm aufgelöst vorwirft, er habe ihren Mann Carlo ermorden lassen und sei nun selbst ein Mafiapate, fragt ihn Kay, mit der er nun verheiratet ist, ob dies die Wahrheit sei. Michael leugnet. Sie glaubt ihm zunächst. Doch in der letzten Szene des Films beobachtet sie ihren Mann dabei, wie er von den Mafiosi als neuer Pate begrüßt wird.

Dreharbeiten

Die Dreharbeiten begannen am 29. März und endeten am 6. August 1971. Das Budget betrug sechs Millionen Dollar. Dieser Etat war das Verdienst Coppolas, dem der Produzent Albert S. Ruddy zuerst nur 2,5 Millionen Dollar zugestehen wollte.

In der ursprünglichen Heimatstadt des Paten, Corleone, konnte nicht gedreht werden, da der zu diesem Zeitpunkt bereits hoch entwickelte Ort nicht mehr der Kleinstadt der 1950er Jahre entsprach.

Stattdessen wich man auf die Kleinstädte Forza d’Agrò und Savoca in der sizilianischen Provinz Messina aus. In Savoca befindet sich die Traukirche von Michael und Apollonia sowie die Bar Vitelli von Michaels Schwiegervater, in der die Hochzeit gefeiert wird

Hintergrund

Unter dem Namen Don Vito war der sizilianische Mafiaboss Vito Cascio Ferro bekannt; Corleone ist einer der berüchtigtsten Mafia-Orte Siziliens.

Das Vorbild des Attentats auf Don Vito ist die Ermordung von Francesco Scalice, Boss der Gambino-Familie, der am 17. Juni 1957 vor einem Obststand in der 2380 Arthur Avenue in New York City erschossen wurde.

Die Orange tritt, wie später in den Fortsetzungen, als Bote des Todes auf. So rollen Orangen über die Straße, als Don Vito angeschossen wird, und er hat ein Stück dieser Frucht im Mund, als er schließlich im Garten an einem Herzinfarkt stirbt. Im ersten Teil mag diese Symbolik noch zufällig wirken, in den Fortsetzungen wurde sie jedoch bewusst eingesetzt.

Auszeichnungen
Oscarverleihung 1973

Der Film wurde 1973 mit dem Oscar für den besten Film ausgezeichnet. Marlon Brando sollte für seine Rolle den Oscar als bester Schauspieler erhalten, verweigerte allerdings die Annahme aus Protest gegen die Behandlung der Indianer in den USA.

An seiner Stelle verlas die indianische Aktivistin Sacheen Littlefeather bei der Oscar-Verleihung eine Solidaritätserklärung Brandos mit dem American Indian Movement. Letztlich wurde dieser Oscar Brando trotzdem zuerkannt.

Der dritte Oscar ging an Mario Puzo und Francis Ford Coppola für das beste adaptierte Drehbuch. Außerdem erhielt der Film acht weitere Nominierungen; die von Nino Rota für die beste Filmmusik wurde zurückgezogen, weil das Love-Thema schon bei Fortunella benutzt worden war.

Die Oscars in der Übersicht

Oscar für den Besten Film an Albert S. Ruddy
Oscar für den Besten Hauptdarsteller an Marlon Brando (abgelehnt)
Oscar für das Beste adaptierte Drehbuch an Mario Puzo und Francis Ford Coppola
Nominiert für die Beste Regie: Francis Ford Coppola
Nominiert für den Besten Nebendarsteller: Al Pacino
Nominiert für den Besten Nebendarsteller: James Caan
Nominiert für den Besten Nebendarsteller: Robert Duvall
Nominiert für den Besten Schnitt: William H. Reynolds und Peter Zinner
Nominiert für den Besten Ton: Charles Grenzbach, Richard Portman und Christopher Newman
Nominiert für das Beste Kostüm: Anna Hill Johnstone
Nominiert für die Beste Filmmusik: Nino Rota (teils zurückgezogen)
Golden Globe Award 1973
Bei der Verleihung der Golden Globes 1973 war der Film fünf Mal erfolgreich:

Globe für das beste Filmdrama

Globe für die beste Regie an Francis Ford Coppola
Globe für das beste Drehbuch an Mario Puzo, Francis Ford Coppola
Globe für den besten Hauptdarsteller (Drama) an Marlon Brando
Globe für die beste Filmmusik an Nino Rota
Weiterhin

Nominierung für den besten Hauptdarsteller/Drama an Al Pacino
Nominierung für den besten Nebendarsteller an James Caan
British Academy Film Award 1973
Der Pate gewann einen britischen Filmpreis und war für vier weitere nominiert:

Beste Filmmusik für Nino Rota
Nominierung: Bester Hauptdarsteller (Marlon Brando)
Nominierung: Beste Kostüme (Anna Hill Johnstone)
Nominierung: Bester Nebendarsteller (Robert Duvall)
Nominierung: Bester Newcomer (Al Pacino)

Weitere Auszeichnungen

David di Donatello als bester ausländischer Film; Al Pacino erhielt einen Sonderpreis als bester Darsteller.
1973 gewann Nino Rota einen Grammy Award für die beste Filmmusik.
In den vom American Film Institute herausgegebenen Listen der „100 besten amerikanischen Filme aller Zeiten“ ist Der Pate zweimal auf Spitzenpositionen platziert: In der Ausgabe 1998 auf Position 3 und in der Ausgabe 2007 auf Platz 2.
In der Liste der 100 besten amerikanischen Thriller aller Zeiten rangiert Coppolas Werk auf Position 11.
Vertreten ist dieser Film auch auf der von diesem Institut herausgegebenen Liste der 100 besten Filmzitate. „I’m going to make him an offer he can’t refuse.“ („Ich mache ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann.“) steht dort auf Platz 2.
In der 2008 veröffentlichten Liste der „10 bedeutendsten Filme in 10 klassischen Genres“ belegte Coppolas Regiearbeit im Genre der Gangsterfilme den 1. Platz.
Die Filmmusik von Nino Rota und Carmine Coppola schaffte es auf Platz 5 der vom American Film Institute herausgegebenen Liste der 25 größten Filmmusiken aus 100 Jahren.
Bei metacritic.com erreichte Der Pate die überaus seltene Bewertung von 100 Punkten.
Auf Rotten Tomatoes beträgt die Durchschnittswertung des Films 98 %, die Durchschnitts-Nutzerwertung ebenfalls 98 %.

Als „besonders erhaltenswerte Produktion“ wurde der Film 1990 in das National Film Registry der USA aufgenommen. Der Film war lange Zeit die Nummer eins auf der von Fans gewählten IMDb-Liste der besten Filme aller Zeiten. Seit 2008 steht er auf Platz 2.

Fortsetzungen

Es gibt diverse Fortsetzungen des Stoffes, die zum großen Teil auf vom Originalautor Mario Puzo hinterlassenem Material beruhen und die Handlung aus dem Roman Der Pate ergänzen. Darüber hinaus schrieb der Verlag Random House nach dem Verkauf von 20 Millionen Exemplaren des Originalromans einen Wettbewerb über die Fortsetzung der Geschichte aus.

Der Verlagslektor Jonathan Karp prüfte nach eigenen Angaben über hundert Einsendungen. Am 7. Februar 2003 wurde Mark Winegardner, Literaturprofessor an der Florida State University, als Gewinner verkündet und ihm wurde von Puzos Erben gestattet, die Saga fortzuführen, was dieser in zwei eigenen Romanen 2004 und 2006 tat.

Im Roman Der Sizilianer von Puzo, erschienen 1984, tritt das spätere Familienoberhaupt Michael Corleone als Randfigur auf, da er sich, korrespondierend mit dem Originalroman, gerade auf Sizilien versteckt, um später in die USA zurückzukehren:

Der Roman Der Pate kehrt zurück von Winegardner von 2004 beschreibt die Zeit der späten 1940er und frühen 1950er Jahre, in denen Michael Corleone die Führung der Familie übernommen hat.

Der zweite Roman Winegardners, Die Rache des Paten von 2006, spielt in den 1970er Jahren und 1980er Jahren, und beschreibt die Versuche Michael Corleones, die Geschäfte der Familie in die Legalität zu überführen. Die Handlung spielt vor den letzten Kapiteln des Originalromanes.

2012 erschien Die Corleones, ein von Ed Falco vollendeter Roman, der auf einem unveröffentlichten Drehbuch Mario Puzos basiert und die Geschichte der Familie in den 1930er und 1940er Jahren erzählt.

Verfilmungen

Francis Ford Coppola (Regie) und Mario Puzo (Drehbuch) verfilmten 1972 den Roman.
1974 wurde ein zweiter Teil produziert, in dem die Handlung des ersten Teils – mit einigen auf diesen Bezug nehmenden Rückblenden – fortgeführt wurde.
1977 wurde unter dem Titel Der Pate: Die Saga basierend auf den ersten beiden verfilmten Teilen sowie mit bislang unverwendetem Material von Coppola eine vierteilige Fernsehfassung montiert.
1990 wurde der dritte Teil produziert.

Hörbücher

2014: Mario Puzo: The Godfather (gelesen von Joe Mantegna), Audible Studios
2017: Mario Puzo: Der Pate (gelesen von Christian Brückner), Random House Audio, ISBN 978-3-8371-3925-9

Soundtrack

Der Soundtrack wurde am 26. Juli 2001 vom Label Silva auf CD veröffentlicht. Darauf sind die Stücke der Komponisten Nino Rota und Carmine Coppola aus allen drei Teilen der Trilogie enthalten, darunter auch The Godfather Waltz und The Godfather Theme.

Es spielt die Tschechische Philharmonie aus Prag. filmmusik2000.de meint, Dirigent Nic Raine sei eine sehr überzeugende Einspielung der Musik gelungen und auch heute habe das melodiös-nostalgische Flair der Musik nichts von seiner Wirkung eingebüßt. Allerdings sei die recht kurze Laufzeit von rund 52 Minuten sowie die bescheidene Gestaltung der Edition etwas enttäuschend.

Literatur

Mario Puzo: Der Pate. Aus dem Amerikanischen übertragen von Gisela Stege, Molden Verlag, Wien; München; Zürich, 1969, 2. Auflage – 21.-40 Tsd.; DNB: http://d-nb.info/457864591
Mario Puzo: Der Pate. Rowohlt, November 2001, ISBN 3-499-23110-7
Mario Puzo: Der Pate. Bild Bestseller Bibliothek Band 1, ISBN 3-89897-094-9

Mark Winegardner: Der Pate kehrt zurück. Heyne, Dezember 2005, ISBN 3-453-43151-0
Mark Winegardner: Die Rache des Paten. Heyne, Juni 2007, ISBN 3-453-43260-6
Ed Falco: Die Corleones. Klett-Cotta, 2012, ISBN 978-3-608-93965-1

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Der Pate – Teil II

Der Pate – Teil II (Originaltitel: The Godfather Part II) ist die Fortsetzung des Erfolgsfilms Der Pate. Er erzählt in Rückblenden die Vergangenheit der Familie Corleone und parallel stellt Coppola die Zeitgeschichte und den Schauplatz Amerika dar.

Der Autor der Vorlage des ersten Teils, Mario Puzo, war erneut für das Drehbuch verantwortlich. Der Film gilt als außergewöhnlich gelungene Fortsetzung und wie sein Vorgänger als einer der besten Filme aller Zeiten.

Handlung

Der Film setzt sich aus zwei Handlungssträngen zusammen. Neben der Schilderung der Gegenwart, die ein weiteres Kapitel in Michael Corleones Leben als Don beschreibt, widmet sich der zweite Strang des Films der Jugend seines Vaters Don Vito, nun dargestellt von Robert De Niro.

Don Michael Corleone ist nach dem Tod seines Vaters und seines ältesten Bruders Santino widerwillig selbst zum Paten und Oberhaupt seiner „Familie“ geworden, obwohl er ursprünglich ein gesetzestreues Leben hatte führen wollen.

Ihm zur Seite stehen sein älterer, etwas einfältiger Bruder Fredo, sein Adoptivbruder Tom Hagen als Consigliere und die Capi Al Neri und Rocco Lampone. Der Film beginnt im Jahr 1958, am Tag der Kommunionsfeier seines Sohnes am Lake Tahoe in Nevada, bei der Michael verschiedene Geschäfte der Familie regelt.

Die Corleones haben New York bereits vor einer Weile den Rücken gekehrt; Michael möchte nun die Aktivitäten der Familie erweitern und in Las Vegas und Havanna in den Casinos weiter Fuß fassen, er stößt jedoch auf Widerstand.

Für seine Geschäfte in Las Vegas benötigt er die Zustimmung des US-Senators Patrick Geary, der allerdings seiner Verachtung für die Corleones Ausdruck verleiht und die Erteilung weiterer Konzessionen von hohen Schmiergeldzahlungen abhängig macht, was Michael ablehnt.

Gleichzeitig führt Michael geheime Gespräche mit Hyman Roth, einem mächtigen jüdischen Gangster aus Miami, der Meyer Lansky nachempfunden ist. Er will sich mit diesem verbünden und ihm die Anteile an mehreren Hotels abkaufen sowie mit dessen Hilfe in Havanna Fuß fassen.

Michaels Endziel ist es, die Geschäfte der Corleones in legale Felder zu verlagern und dem organisierten Verbrechen den Rücken zu kehren.

Am Abend der Feier werden Michael und Kay durch die Fensterscheiben ihres Schlafzimmers beschossen, sie überstehen den Anschlag allerdings unverletzt. Schnell begreift er, dass Hyman Roth hinter dem Anschlag steckt und außerdem ein Mitglied aus dem engsten Kreis seiner Familie ein Verräter sein muss, der den Attentätern entscheidende Informationen gab.

Um diesen Verräter ausfindig zu machen, versucht er, Roth zu täuschen, und behandelt ihn weiterhin als seinen Geschäftspartner und Freund. Während Roth hinter den Kulissen gegen Michael intrigiert, entwickelt dieser einen Gegenplan, der auf Kuba seinen ersten Höhepunkt findet:

Michael versucht, Roth durch seinen Leibwächter umbringen zu lassen, was allerdings durch den Zufall und die Wirren der Kubanischen Revolution verhindert wird, die auch die geplanten Investitionen der Mafia auf der Insel vereitelt.

In Kuba findet Michael außerdem heraus, dass es sein Bruder Fredo war, der ihn verraten hat. Er lässt dies Fredo wissen („Ich weiß, dass du es warst, Fredo. Es bricht mir das Herz!“), der daraufhin zunächst verängstigt untertaucht.

Wieder in den USA, kann Michael nur noch an Rache denken. Doch bevor er neue Pläne schmieden kann, droht ihm eine neue Gefahr: Frankie Pentangeli, New Yorker Statthalter der Familie Corleone, fühlt sich nach einem auf ihn verübten Mordanschlag, der in Wahrheit von Hyman Roth veranlasst worden war, irrtümlich von seinem Paten Michael verraten und stellt sich den Strafverfolgungsbehörden als Kronzeuge zur Verfügung.

Michael muss sich vor einem Kongressausschuss verantworten. Fredo kehrt zurück und verrät Michael, dass Roth den Ausschussvorsitzenden bestochen hat. Er erklärt seinen Verrat an Michael damit, dass er nicht gewusst habe, dass Roth einen Mordanschlag plante; zudem habe er sich gedemütigt und übergangen gefühlt, da nicht er, sondern der jüngere Michael die Familie führte.

Michael kann Fredo den Verrat nicht verzeihen und befiehlt seinem Leibwächter zwar, seinem Bruder dürfe nichts passieren, aber nur, „solange meine Mutter noch lebt“.

Michael erfährt erst jetzt, dass der totgeglaubte Pentangeli noch lebt und als Kronzeuge auftreten soll. Es gelingt ihm, Pentangelis Bruder aus Sizilien herbeizuschaffen und kurz im Ausschuss zu zeigen.

Pentangeli wird durch das Auftauchen seines Bruders an der Seite Michaels an die Tradition der Omertà und die damit verbundene Gefahr für seine Familie erinnert und widerruft daraufhin seine Aussage; Michael wird mangels Beweisen freigesprochen.

Tom Hagen besucht Pentangeli im Gefängnis und gibt ihm zu verstehen, dass er sich nun selbst umzubringen habe, um seine Familie vor der Rache der Corleones zu bewahren. Pentangeli gehorcht.

Nach der überstandenen Gerichtsverhandlung kommt es in Michaels Ehe zum großen Bruch, denn seine Frau Kay will das Mafialeben nicht länger ertragen. Sie hat erkannt, dass es Michael entgegen seinen Versprechungen nie schaffen wird, ein Leben in der Legalität zu führen.

Michael versucht, sie mit erneuten Versprechungen zu halten, die er allerdings schon zu oft wiederholt hat, als dass sie noch glaubwürdig wirkten. Als ihm Kay zudem gesteht, dass sie sein drittes Kind, einen Sohn, nicht verloren, sondern abgetrieben hat, kommt es zum endgültigen Bruch. Er verbietet seiner Frau, die Kinder zu sehen, und zieht sich völlig zurück.

Geschäftlich läuft es hingegen wieder besser für Michael. Roth ist auf der Flucht, und der widerspenstige Senator Geary war schon zuvor in eine Intrige der Corleones verstrickt worden, die ihn so erpressbar machte, dass er zum Verbündeten der Corleones wird.

Der flüchtende Roth, der eigentlich nach Israel auswandern wollte, muss in die USA zurückkehren.

Bei seiner Ankunft in Miami wird er auf Michaels Befehl von seinem Capo Rocco Lampone liquidiert, der daraufhin von der Polizei erschossen wird. Nach dem Tod seiner Mutter veranlasst der menschlich völlig verbitterte Michael die Ermordung seines Bruders Fredo durch den Capo Albert Neri; zuvor hatte er Fredo auf Wunsch ihrer gemeinsamen Schwester Connie wieder aufgenommen und ihm scheinbar vergeben.

Erbarmungslos hat Michael so alle seine Feinde getötet und seine geschäftlichen Ziele erreicht, dabei aber seine Menschlichkeit und seine Familie verloren, in deren Namen und zu deren Wohl er ursprünglich hatte handeln wollen.

Am Ende des Films sitzt er vereinsamt in einem Stuhl und besinnt sich einer Szene aus seiner Vergangenheit im Dezember 1941, als er seinen Brüdern seine freiwillige Meldung zum Kriegseinsatz im Zweiten Weltkrieg eröffnet hatte:

Auf diese Weise hatte er damals vergeblich versucht, sich von den Verbrechen seiner Familie abzugrenzen und eigene Wege zu gehen.

Der andere Handlungsstrang (der im Wesentlichen die Teile des ursprünglichen Romans verarbeitet, die in der Verfilmung von 1972 nicht verwendet wurden) zeigt, wie Jahrzehnte zuvor der neunjährige Vito Andolini aus dem sizilianischen Dorf Corleone miterleben muss, wie sein Vater, sein Bruder und seine Mutter von dem örtlichen Großgrundbesitzer und Mafiapaten Don Ciccio ermordet werden.

Bekannte helfen ihm, nach Amerika zu fliehen, wo er 1901 nach einem Missverständnis am Einwanderungsschalter unter dem Namen Vito Corleone in New York einreist und aufwächst. In mehreren Rückblenden wird sein Aufstieg vom einfachen Arbeiter zum mächtigsten Mafia-Paten von New York nacherzählt.

Der letzte Rückblick endet damit, wie Vito schließlich nach vielen Jahren auf Sizilien am greisen Don Ciccio blutige Rache für den Tod seiner Familie nimmt.

Drehorte

Die Drehorte für den Film lagen in Kalifornien, Nevada, New York, Florida und der Dominikanischen Republik. Die Szenen aus der Kindheit Vito Andolinis in Corleone wurden in der sizilianischen Küstenstadt Taormina gefilmt, während seine Jahre als junger Erwachsener die 6th Street im East Village als Drehort hatten.

Ganz in der Nähe liegt auf der 7th Street die Horseshoe Bar, wo der Mordanschlag auf Pentangeli gedreht wurde. Diese Bar war auch Drehort bei den Filmen Crocodile Dundee – Ein Krokodil zum Küssen und Angel Heart.

Als Residenz von Michael fungierte das Anwesen Fleur du Lac, das an der kalifornischen Westküste des Lake Tahoe liegt. Michaels Besuch bei Roth konnte tatsächlich in Miami gefilmt werden und fand auf dem North Hibiscus Drive in North Miami statt.

Die Szenen in Kuba wurden in der Dominikanischen Republik gedreht, wobei das Hotel Occidental El Embajador als das von Roth gekaufte Resort diente.

Für die Sequenz der Silvesterfeier im Palast des kubanischen Präsidenten Fulgencio Batista wurde der Palacio Nacional in Santo Domingo benutzt.

Auszeichnungen

Der Pate war der erste Film, dessen Fortsetzung ebenfalls den Oscar als bester Film erhielt.

Oscarverleihung 1975

Bester Film – Francis Ford Coppola, Gray Frederickson und Fred Roos
Beste Regie – Francis Ford Coppola
Bester Nebendarsteller – Robert De Niro
Bestes Szenenbild – Dean Tavoularis, Angelo P. Graham und George R. Nelson
Beste Originalmusik – Nino Rota und Carmine Coppola
Bestes adaptiertes Drehbuch – Francis Ford Coppola und Mario Puzo
Außerdem nominiert für:

Bester Hauptdarsteller – Al Pacino
Bester Nebendarsteller – Michael V. Gazzo
Bester Nebendarsteller – Lee Strasberg
Beste Nebendarstellerin – Talia Shire
Bestes Kostümdesign – Theodora Van Runkle
Golden Globe Award 1975 Nominiert in den Kategorien:

Bester Film – Drama: Francis Ford Coppola
Beste Regie: Francis Ford Coppola
Bester Hauptdarsteller – Drama: Al Pacino
Beste Originalmusik: Nino Rota
Bestes Drehbuch: Francis Ford Coppola und Mario Puzo
Bester Nachwuchsdarsteller: Lee Strasberg
Britischer Filmpreis – Award 1975

Bester Hauptdarsteller – Al Pacino
Außerdem nominiert in den Kategorien:

Beste Filmmusik – Nino Rota
Bester Schnitt – Peter Zinner, Barry Malkin und Richard Marks
Bester Nachwuchsdarsteller (Hauptdarsteller) – Robert De Niro
Directors Guild of America

Auszeichnungen an Regisseur Francis Ford Coppola, Unit Production Manager Michael S. Glick und an die Regisseurassisstenten Newt Arnold und Henry J. Lange, jr. in der Kategorie Outstanding Directorial Achievement in Motion Pictures
Writers Guild of America

Auszeichnungen an die Autoren Mario Puzo und Francis Ford Coppola in der Kategorie Best Drama Adapted from another Medium
Kansas City Film Critics Circle Award

Auszeichnung an Francis Ford Coppola für beste Regie
National Society of Film Critics Award, USA

Auszeichnung an Gordon Willis für beste Kamera
Auszeichnung an Francis Ford Coppola für beste Regie
Das American Film Institute sieht Der Pate – Teil 2 als einen der 100 besten amerikanischen Filme (Platz 32). 1993 wurde er aufgenommen in das „National Film Registry“ der Library of Congress.

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Der Pate III

Der Film Der Pate III ist nach Der Pate und Der Pate – Teil II der letzte Teil der Trilogie über die Geschichte des „Paten“ Don Michael Corleone und dessen Familie.

Verfilmt wurde wie beim zweiten Teil ein auf dessen Roman basierendes Drehbuch des Autors Mario Puzo. Im Dezember 2020 wurde mit dem Titel Der Pate, Epilog: Der Tod von Michael Corleone (Mario Puzo’s The Godfather, Coda: The Death of Michael Corleone) eine neue Schnittfassung des Films veröffentlicht.

Handlung

1979: Michael Corleone, der „Pate“, und seine Familie sind wieder nach New York gezogen. Die Villa am Lake Tahoe in Nevada steht leer und verfällt. Seine Position gegenüber den anderen Mafia-Familien ist gefestigt. Allerdings arbeitet der Don intensiv an seinem Ausstieg aus dem organisierten Verbrechen.

Er hat die Geschäfte seiner Familie bereits zu großen Teilen legalisiert und bekommt sogar den St.-Sebastian-Orden vom Vatikan verliehen. Dieser wird ihm in einer Zeremonie in der St. Patrick’s Old Cathedral in New York verliehen.

Über seine Tochter Mary hat er eine Stiftung gegründet, um armen Sizilianern zu helfen; Michael möchte die Corleones zu einer angesehenen Familie der gehobenen Gesellschaft machen. Auch privat läuft es wieder besser.

Insbesondere nachdem Michael seinem Sohn Anthony widerwillig gestattet hat, Opernsänger statt Anwalt zu werden, kommen er und seine Exfrau Kay einander wieder näher.

Allerdings macht sein Neffe Vincent, ein unehelicher Sohn seines Bruders Santino, Schwierigkeiten. Er will sich nicht dem Mafia-Clan beugen, dem Michael das alte Einflussgebiet der Corleones in New York überlassen hat, da er weiß, dass die Gangster keinen Respekt mehr vor dem Paten haben.

Statt sich zu versöhnen, beißt Vincent seinen Konkurrenten Joey Zasa beim von Michael angeordneten Bruderkuss sogar ins Ohr, nachdem ihn dieser zuvor als „Bastard“ beleidigt hat. Michael erkennt in Vincent den ungestümen Charakter seines großen Bruders wieder und nimmt ihn unter seine Fittiche, um weiteren Ärger mit den anderen Clans zu vermeiden und seinen Neffen in die Familiengeschäfte einzuführen.

Kurz darauf macht der korrupte Erzbischof Gilday den Corleones ein verlockendes Angebot: Als die Vatikanbank in Schwierigkeiten gerät, bietet er Michael an, sich mit einer enormen Summe bei einer großen Aktiengesellschaft, der „Immobiliare“, einzukaufen, um daraus einen riesigen amerikanisch-europäischen Mischkonzern zu machen.

Dadurch sollen die illegalen Geschäfte der Vatikanbank vertuscht werden, deren Bilanzbetrug aufzufliegen droht, wenn nicht rasch viel Geld fließt. Mit diesem Geschäft möchte Michael seine Familie endgültig von seinen illegalen Geschäftsaktivitäten befreien.

Allerdings sind die Schwierigkeiten größer als angenommen: Die Bosse der anderen Familien, bzw. das Komitee, insbesondere Don Altobello, sehen einerseits den Ausstieg der Corleones ungern und möchten andererseits auch gerne an dem neuen Deal mit der Kirche beteiligt werden, um z. B. darüber Geldwäsche zu betreiben.

Auch der eigentlich mit dem Chef der Vatikanbank bereits vereinbarte Ablauf gerät ins Stocken. Zwar kann mit Hilfe des 25-%-Anteils der Kirche an der Immobiliare das Anliegen Corleones gegen andere Anteilseigner durchgesetzt werden, aber die nötige Zustimmung von Papst Paul VI. kann nicht mehr eingeholt werden, da dieser plötzlich schwer erkrankt und im Sterben liegt.

Michael ahnt, dass man ihn betrügen und zwar sein Geld, nicht aber seine Partnerschaft will. Er durchschaut jedoch noch nicht, wer hinter der Intrige steht.

Trotz dieser Schwierigkeiten treibt Corleone seinen Ausstieg aus der Mafia voran. Auf einem Treffen in Atlantic City zahlt er die Bosse der anderen Familien großzügig aus, verweigert ihnen jedoch die Beteiligung an seinem Geschäft mit der Vatikanbank und kündigt seinen Ausstieg aus dem organisierten Verbrechen an.

Die Bosse lassen sich durch die Millionensummen besänftigen, die Michael ihnen zahlt. Nur Joey Zasa geht weitgehend leer aus und verlässt wutentbrannt den Raum.

Unmittelbar darauf endet das Treffen mit einem von langer Hand vorbereiteten Massaker, bei dem die meisten Bosse ums Leben kommen. Vincent kann seinen Onkel aber unverletzt aus der Versammlung retten.

Als Michael begreift, dass sein vorgeblicher väterlicher Freund, Don Altobello, hinter Zasa und dem Mordanschlag steckt, erleidet er vor Wut einen diabetischen Schock. Während er im Krankenhaus liegt, wird Joey Zasa von Vincent auf offener Straße erschossen.

Michael Corleone ist nicht begeistert von dieser Eigenmächtigkeit, die von seiner Schwester Connie unterstützt wurde, und fordert nochmals von beiden Gehorsam ein. Nach der Ankunft der Familie Corleone auf Sizilien schickt Michael Vincent zu Don Altobello, um sich ihm scheinbar als Überläufer anzubieten.

In Wahrheit versucht er ihn jedoch zu entlarven. Durch Vincents Informationen muss Corleone erkennen, dass auf höchster Ebene Verbindungen bestehen, die ungünstig für ihn sind. Alle Beteiligten am Immobiliare-Geschäft sind Mitglieder einer Italien beherrschenden Geheimloge, die von Don Licio Lucchesi geleitet wird.

Dieser steht auch hinter Altobello. Sein Ziel ist es, den Besitz der Corleones an sich zu bringen und die Familie auszulöschen.

Da bereits erhebliche Summen von Corleone an die Vatikanbank geflossen sind, versucht dieser, auf anderem Wege Druck zu machen, um das Geschäft doch noch zu Ende zu bringen. Auf Vermittlung seines alten Freundes Don Tommasino trifft er sich mit Kardinal Lamberto, der als ehrlicher Mann gilt.

Beeindruckt von dem Gespräch, beichtet Corleone spontan seine seit dreißig Jahren angesammelten Sünden. Unter anderem gesteht er, die Ermordung seines Bruders Fredo angeordnet zu haben, dessen Tod er seiner Schwester Connie gegenüber als Unfall dargestellt hatte.

Corleone ahnt nicht, dass der Kardinal dann kurz darauf nach dem Tod des alten zum neuen Papst Johannes Paul I. gewählt wird. Als integere Person versucht Lamberto, im Vatikan aufzuräumen. Dadurch werden die Logenmitglieder nervös.

Der neue Papst wird daher vergiftet, er hat aber zuvor noch der Immobiliare-Transaktion im Sinne der Corleones zugestimmt.

Auch Michael Corleone selbst soll daher nun ermordet werden. Ein sizilianischer Killer wird auf ihn angesetzt. Michael fühlt sich den Anforderungen der kommenden Auseinandersetzung nicht mehr gewachsen und übergibt die Leitung der Familie an seinen Neffen Vincent, der damit zum neuen Don aufsteigt.

Damit das alte Revier der Familie in New York, das nach dem Mord an Zasa verwaist ist, nicht an andere Gangs fällt, will Vincent in diesem Bereich weiter kriminell aktiv bleiben.

Michael stimmt zu. Er macht es jedoch zur Bedingung, dass Vincent die heimliche Beziehung zu Michaels Tochter Mary, Vincents Cousine, beenden müsse, weil er sie schützen möchte. Vincent stimmt zu.

Der sizilianische Auftragsmörder kann trotz der Bewachung in das Opernhaus von Palermo eindringen, in dem Corleones Sohn Anthony sein Operndebüt gibt. Aufgeführt wird Cavalleria rusticana. Connie schenkt dem entlarvten Don Altobello unterdessen vergiftete Cannoli.

Dieser lässt Connie zwar zur Sicherheit probieren, doch sie beißt nur wenig ab. Im Laufe der Aufführung stirbt Altobello, da er die ganze Gebäckschachtel leergegessen und so eine enorme Menge Gift eingenommen hat. Vincent greift derweil als neuer Pate durch. Letztendlich werden alle Gegner der Familie ermordet:

Der korrupte Bankier des Vatikans, Frederick Keinszig, wird mit einem Kissen erstickt, Erzbischof Gilday wird erschossen, und Don Lucchesi wird mit seiner eigenen Brille erstochen. Nach der Oper stürmt der Killer, der eigentlich schon während der Aufführung hatte zuschlagen wollen, auf Michael Corleone zu und schießt.

Der Anschlag scheitert, aber Mary wird dabei tödlich getroffen. Der Auftragsmörder wird von Vincent erschossen.

Michael Corleone ist nun endgültig ein gebrochener Mann. In der Schlussszene sitzt er, alt geworden und allein, auf einem Stuhl vor der alten Villa in Corleone auf Sizilien, wo seine erste Ehefrau, Apollonia, getötet wurde.

Er erinnert sich an die schönen Zeiten, die er mit Menschen verbrachte, die er liebte, die aber ermordet wurden oder sich von ihm abwandten. Daraufhin fällt er vom Stuhl und stirbt.

Hintergründe

Mit dem Dreh des Filmes brach Francis Ford Coppola sein Versprechen, niemals einen dritten Teil zu drehen. Große finanzielle Probleme veranlassten ihn zu einer Meinungsänderung.

Anders als in den vorangegangenen Filmen wird Al Pacino nicht mehr von Lutz Mackensy synchronisiert, sondern von Gottfried Kramer – der auch Marlon Brando als Don Vito Corleone im ersten Film sprach.

Nicolas Cage, Neffe des Regisseurs Francis Ford Coppola, hätte eigener Aussage zufolge gerne die Rolle des Vincent Mancini-Corleone gespielt.

Vergeblich versuchte er seinen Onkel umzustimmen, der für die Rolle bereits Andy García ausgewählt hatte, wie er im Gespräch mit The Hollywood Reporter berichtete: „Ich sagte: »Ich denke wirklich, dass ich in deinem Film sein sollte, Onkel! Ich halte es wirklich für eine gute Idee, wenn du mir diese Rolle geben würdest«. […] Es war einfach nicht drin. […] Das war ein Film, in den ich nicht gelassen wurde, obwohl ich wirklich gerne dabei gewesen wäre.“

Realität und Wirklichkeit des Drehbuchs

Die Vergiftung des neuen Papstes ist eine Anspielung auf Verschwörungstheorien zum Tod von Johannes Paul I., in welchen auch die Loge Propaganda Due (P2) eine Rolle spielt.
Im Film wird das Finanzloch der Vatikanbank mit 769 Mio. US-Dollar angegeben.

Tatsächlich sollten 1972 allein für die Beschaffung gefälschter Wertpapiere 950 Mio. US-Dollar aufgewendet werden, deren Einbuchung als Anlagevermögen ein milliardenschweres Loch der Banco Ambrosiano stopfen sollte, an der die Vatikanbank beteiligt war.

1987 brach die Bank zusammen und der Vatikan gab rund drei Milliarden US-Dollar als uneintreibbare Außenstände an.

Im Film ist es Don Altobello, in der Realität ist es Michele Sindona, ein Finanzberater der Cosa Nostra, welcher mit Strychnin (andere Quellen sprechen von Zyanid) ermordet wurde.

An der Blackfriars Bridge in London wurde 1982 der italienische Bankier Roberto Calvi erhängt aufgefunden (im Film Frederick Keinszig genannt). Fünf Steuerfahnder der italienischen Polizei kamen 1987 bei der Aufklärung der gesamten Affäre ums Leben.

Als Vorbild für Don Licio Lucchesi diente der P2-Gründer Licio Gelli; die Filmfigur enthält gleichwohl Anspielungen auf Giulio Andreotti. Beide überlebten in der Realität, ebenso wie der Vize-Gouverneur des Vatikans Paul Casimir Marcinkus (im Film: Erzbischof Gilday), die im Film beide ermordet werden.

Die Ermordung von Joey Zasa erinnert an Joseph Colombo, der auf offener Straße erschossen wurde.
Die Szenen, die im Vatikan spielen, wurden im Palazzo Farnese in Caprarola gedreht.

Im Jahr 2020 wurde bekannt, dass Coppola an einer neuen Schnittfassung des Films arbeite. Ende September 2020 wurde der 8. Dezember 2020 als Veröffentlichungsdatum bekanntgegeben.

Der Film werde einen neuen Anfang und ein neues Ende haben, ferner würden einzelne Szenen und Einstellungen verändert werden. Der Filmtitel wird Mario Puzo’s The Godfather, Coda: The Death of Michael Corleone lauten.

Der Pate, Epilog: Der Tod von Michael Corleone (Mario Puzo’s The Godfather, Coda: The Death of Michael Corleone) wurde im Dezember 2020 veröffentlicht und wurde in den Vereinigten Staaten auch in einigen Kinos gezeigt.

Damit fand schließlich doch noch der ursprünglich sowohl von Coppola als auch von Mario Puzo vorgesehene Titel „The Death of Michael Corleone“ Verwendung, mit dem sie sich ursprünglich nicht durchsetzen konnten.

Auszeichnungen

Der Film erhielt sieben Oscar- und sieben Golden-Globe-Nominierungen, ging aber jeweils leer aus.

Sofia Coppola bekam für ihre Darstellung der Mary Corleone die Goldene Himbeere als schlechteste Nebendarstellerin und schlechteste Nachwuchsdarstellerin verliehen.

Sofia Coppola beendete daraufhin ihre Schauspielkarriere zugunsten einer später erfolgreichen Arbeit hinter der Kamera (Regie und Drehbuch, u. a. Lost in Translation).

Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) verlieh dem Film das Prädikat „wertvoll“.

Academy Award 1991 (Nominierungen)
Bester Film
Beste Regie: Francis Ford Coppola
Bester Nebendarsteller: Andy García
Bester Filmsong: (Harry Connick Jr – Promise Me You’ll Remember) – Carmine Coppola zusammen mit John Bettis
Bestes Szenenbild: Dean Tavoularis und Gary Fettis
Beste Kamera: Gordon Willis
Bester Schnitt: Barry Malkin, Lisa Fruchtman und Walter Murch
Golden Globe Award 1991 (Nominierungen)
Bester Film/Drama, für Francis Ford Coppola
Beste Regie, für Francis Ford Coppola
Bester Hauptdarsteller/Drama, für Al Pacino
Bester Nebendarsteller, für Andy García
Beste Filmmusik, für Carmine Coppola
Bester Filmsong, für Carmine Coppola und John Bettis
Bestes Filmdrehbuch, für Mario Puzo und Francis Ford Coppola
Weitere Preise
Fotogramas de Plata: Ausgezeichnet in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film
American Society of Cinematographers: Nominiert: Gordon Willis
Directors Guild of America Award: Nominiert: Francis Ford Coppola

Der Pate III auf Amazon.de

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Der Pate
The Coppola Restoration / Amaray (Blu-ray)
Robert Duvall, Andy Garcia, Robert De Niro
Francis Ford Coppola (Regisseur)
Alterseinstufung: Freigegeben ab 16 Jahren
Format: Blu-ray

Zitat: Diese famose dunkle und doch erstaunlich schöne Filmtrilogie wird hier vom Filmemacher selbst so präsentiert, wie sie ursprünglich für das Kino gedacht war. Drei Discs mit allen drei Filmen.“Der Pate™“ und „der Pate™ Teil II“ komplett restauriert mit neuem 5.1-Digital-Surround-Sound. „Der Pate™ Teil III“ neu remastered.

Ein echtes Kulturphänomen.“Die Pate™“-Trilogie ist der Maßstab für die cineastische Erzählung. Francis Ford Coppolas gefeiertes Epos zeigt seine meisterliche Adaption des Romans von Mario Puzo, den Aufstieg und Fall der Corleone-Familie.

Insgesamt wurden die Filme für 28 Oscars® nominiert und sie gewannen neun*, einschließlich der zwei Auszeichnungen als Bester Film für „Der Pate™“ und „Der Pate™ Teil II“.Ein beständiges filmisches Vermächtnis … mit komplett neuem Zusatzmaterial.

Entdecken Sie den phänomenalen Einfluss, den „die Pate™“-Filme auf unsere Kultur, andere Filmemacher und das Kino hatten, und darüber hinaus – mehr als 35 Jahre später – das andauernde Vermächtnis, die Wirkung, die Coppolas Pate-Trilogie weiterhin generiert.

Denn die Filme werden in den zeitgenössischen Medien weiterhin liebevoll zitiert und gnadenlos parodiert. Hören Sie die unglaubliche Geschichte eines Meisterwerks, das beinahe nie erschaffen wurde…

 

Titel: Der Pate
Originaltitel: The Godfather
Produktionsland: USA
Originalsprache Englisch, Italienisch
Erscheinungsjahr: 1972
Länge: 175 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16
Stab
Regie: Francis Ford Coppola
Drehbuch: Mario Puzo, Francis Ford Coppola
Produktion: Albert S. Ruddy
Musik: Nino Rota
Kamera: Gordon Willis
Schnitt: William H. Reynolds, Peter Zinner
Besetzung
Marlon Brando: Don Vito Corleone
Al Pacino: Michael Corleone
Diane Keaton: Kay Adams-Corleone
James Caan: Santino „Sonny“ Corleone
Robert Duvall: Tom Hagen
Richard S. Castellano: Peter Clemenza
Abe Vigoda: Sal Tessio
John Cazale: Frederico „Fredo/Freddie“ Corleone
Talia Shire: Constanzia „Connie“ Corleone-Rizzi
Gianni Russo: Carlo Rizzi
Morgana King: Mutter Carmela Corleone
Richard Conte: Don Emilio Barzini
Al Lettieri: Virgil „Der Türke“ Sollozzo
Sterling Hayden: Captain McCluskey
Al Martino: Johnny Fontane
John Marley: Produzent Jack Woltz
Lenny Montana: Luca Brasi
Alex Rocco: Moe Greene
Joe Spinell: Willi Cicci
Richard Bright: Albert Neri
Salvatore Corsitto: Bestatter Bonasera
Victor Rendina: Don Philip Tattaglia
Simonetta Stefanelli: Apollonia, Sizilien
Corrado Gaipa: Don Tommasino, Sizilien

Titel: Der Pate – Teil II
Originaltitel: The Godfather Part II
Produktionsland: USA
Originalsprache: Englisch, Sizilianisch, Spanisch
Erscheinungsjahr: 1974
Länge: 202 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie: Francis Ford Coppola
Drehbuch: Mario Puzo, Francis Ford Coppola
Produktion: Francis Ford Coppola
Musik: Nino Rota, Carmine Coppola
Kamera: Gordon Willis
Schnitt: Barry Malkin, Richard Marks, Peter Zinner
Besetzung
Al Pacino: Don Michael Corleone
Diane Keaton: Kay Corleone
Robert De Niro: junger Don Vito Corleone
John Cazale: Frederico „Fredo“ Corleone
Robert Duvall: Tom Hagen
Lee Strasberg: Hyman Roth
Oreste Baldini: als 9-jähriger Vito Andolini/Corleone
Michael V. Gazzo: Frankie Pentangeli
Talia Shire: Constanzia „Connie“ Corleone-Rizzi
Morgana King: Carmela Corleone
G. D. Spradlin: Senator Pat Geary
Richard Bright: Albert Neri
Tom Rosqui: Rocco Lampone
Marianna Hill: Deanna Corleone
Troy Donahue: Merle Johnson
Gastone Moschin: Don Fanucci
Dominic Chianese: Johnny Ola
Joe Spinell: Willi Cicci
Carmine Caridi: Carmine Rosato
Danny Aiello: Tony Rosato
Frank Sivero: junger Genco Abbandando
Bruno Kirby: junger Peter Clemenza
John Megna: junger Hyman Roth
Francesca DeSapio: junge Mama Corleone
Leopoldo Trieste: Signor Roberto
Maria Carta: Vitos Mutter
Giuseppe Sillato: Don Ciccio
James Caan: Santino „Sonny“ Corleone
Gianni Russo: Carlo Rizzi
Abe Vigoda: Sal Tessio
Harry Dean Stanton: ein FBI-Agent

Titel: Der Pate III
Neue Schnittfassung:
Der Pate, Epilog: Der Tod von Michael Corleone
Originaltitel: The Godfather Part III
Neue Schnittfassung:
Mario Puzo’s The Godfather, Coda: The Death of Michael Corleone
Produktionsland: USA
Originalsprache: Englisch, Italienisch, Latein, Sizilianisch, Deutsch
Erscheinungsjahr: 1990
Länge: ca. 163 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16
Stab
Regie: Francis Ford Coppola
Drehbuch: Mario Puzo, Francis Ford Coppola
Produktion: Francis Ford Coppola
Musik: Carmine Coppola
Kamera: Gordon Willis
Schnitt: Lisa Fruchtman, Barry Malkin, Walter Murch
Besetzung
Al Pacino: Don Michael Corleone
Diane Keaton: Kay Adams Mitchelson
Andy García: Vincent Mancini-Corleone
Sofia Coppola: Mary Corleone
Talia Shire: Connie Corleone Rizzi
Eli Wallach: Don Altobello
Joe Mantegna: Joey Zasa
Bridget Fonda: Grace Hamilton
George Hamilton: B. J. Harrison
Raf Vallone: Kardinal Lamberto
Franc D’Ambrosio: Anthony Vito Corleone
Donal Donnelly: Erzbischof Gilday
Richard Bright: Al Neri
Helmut Berger: Frederick Keinszig
Don Novello: Dominic Abbandando
John Savage: Pfarrer Andrew Hagen
Franco Citti: Calo
Mario Donatone: Mosca
Vittorio Duse: Don Tommasino
Enzo Robutti: Don Licio Lucchesi
Michele Russo: Spara
Al Martino: Johnny Fontane
Robert Cicchini: Lou Pennino
Vito Antuofermo: Anthony „The Ant“ Squigliaro
Carmine Caridi: Albert Volpe
John Abineri: Hamilton Banker
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Der Pate I
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Der Pate II
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Der Pate III
Wiki: Filme von Francis Ford Coppola
Wiki: Werke von Mario Puzo
Wiki: Mafiafilme

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